Träume in Ziele verwandeln

Verwandle Wünsche in Ziele (Ziele setzen, Lebensgestaltung)

«3 Wünsche» hat man bei der guten Fee

Und die lebt bekanntlich im Märchenland. Wünsche sind vage Vorstellungen mit einer gefährlichen unterschwelligen Botschaft:  «Das wird sowieso nie wahr.» Doch es geht auch anders. Ich zeige dir in diesem Artikel, wie du Wünsche in kraftvolle, motivierende und richtungsweisende Ziele verwandelst (Ziele setzen). Und selbst, wenn du jetzt noch daran zweifelst: Jedes dieser Ziele wirst du erreichen, wenn du die folgenden Regeln der Lebensgestaltung beachtest.

Wünsche bleiben unbestimmt, vage, nebulös. Oft sind sie zusätzlich von Zweifeln belastet. Sie kommen und vergehen und sind eher Gegenstand von Tagträumen denn Ansporn für konkretes Handeln.

Ziele setzen richtig

  • Schreib deine Ziele auf
    Gedanken sind flüchtig, gesprochene Worte vergänglich. Bestand hat nur das geschrieben Wort. Du wirst deine Notizen auch deshalb benötigen, weil Ziele setzen kein einmaliger Akt ist, sondern ein Prozess. Später mehr dazu. Schriftlich fixierte Ziele kannst du dir immer wieder vergegenwärtigen und überprüfen, ob du auf dem Weg oder schon am Ziel bist.
  • Beschreibe dein Ziel konkret und bildhaft
    Benutze nicht bloß abstrakte Worte. Aus „Ich nehme 10 kg ab.“ wird: „Wenn ich auf die Waage gehe, bin ich positiv überrascht. Im Spiegel gefalle ich mir. Ich fühle mich viel leichter und schlanker, vor allem um Bauch und Hüfte. Kollegen und Bekannte fragen mich ‚Hast du abgenommen?‘“. Manchmal sind Zahlen dabei wichtig, aber sie sind nicht ausschlaggebend. Sind denn 10 kg oder 15 kg richtig? Dass du abnimmst und mit deinem Körper zufrieden bist, das zählt. Dieses Gefühl ist genau so eine Tatsache wie eine Gewichtszahl. Deine Ziele sollten klar, ohne Widersprüche sein, sonst behindern sie sich gegenseitig. Auch Zeitlimiten sind – entgegen der gängigen Managementauffassung – im persönlichen Leben sinnlos, ja sogar gefährlich. Lies dazu den Artikel „Wenn positives Denken zur Gefahr wird.“
  •  Ziele setzen, die groß genug sind, dich zu motivieren, jedoch nicht so groß, dass sie dich überfordern
    „10 Kilo weniger in einem Monat“ ist definitiv Unsinn. Du wirst das nicht schaffen oder wenn, mit kontraproduktivem Resultat (Deine Gesundheit leidet oder die wirst nachher wieder zunehmen). „10 Kilo in einem Jahr“ ist hingegen realistisch und nachhaltig. Lass dich vom Wort „realistisch“ jedoch nicht zu sehr beeinflussen. Deine Ziele dürfen ohne Weiteres kühn sein. Ausschlaggebend ist, wie du es empfindest. Für Edison war die Erfindung der Glühbirne kein zu hohes Ziel. „Am Ende des Monats ist mein Konto nicht mehr im Minus“ mag zwar bescheiden klingen, ist aber für viele eine Herausforderung. Oft hilft es bei großen Zielen, mit einem Zwischenziel zu beginnen. Statt „Ich habe Fr. 10‘000.— Reserven“, ich lege jeden Monat mindestens Fr. 100.— zur Seite.“
  • Erstelle keinen Plan
    Denke vorderhand nicht darüber nach, wie das Ziel in Erfüllung gehen soll (Wie du abnehmen willst. Wo du sparen willst u. dgl.). Auch diese Empfehlung widerspricht gängigen, aber leider falschen Überzeugungen. Dabei stellt sie eines der größten Erfolgsgeheimnisse der Lebensgestaltung dar: Setze selbst die Ziele, überlasse die Umsetzung dem „Unterbewusstsein“ (deiner Intuition, der Entwicklung). Wie und warum diese Art der Lebensgestaltung funktioniert, habe ich in meinem Buch „Steuere dein Leben“ ausführlich dargelegt. Eine Kurzversion findest du im Artikel „Locker ans Ziel gelangen“. Hier so viel: Selbstverständlich wirst und musst du konkrete Schritte unternehmen, um an ein Ziel zu gelangen. Vielleicht ist ab einem bestimmten Moment sogar ein Plan sinnvoll. Nur, zu Beginn beim Ziele setzen weißt du in aller Regel nicht, worin dieser Plan bestehen soll und was für dich der beste Weg ist. Allzu viele stürzen sich auf den erstbesten Ansatz, beginnen z.B. eine schädliche Diät oder nehmen einen zermürbenden Nebenjob an. Lass dir stattdessen Zeit, den für dich besten Weg zu entdecken. Vielleicht verliebst du dich und du treibst mit deinem neuen Freund viel Sport? Oder du lernst mehr über gesunde Ernährung und stellst deine Essgewohnheiten an? Statt in einem Nebenjob zu schuften, engagierst du dich mehr an deiner Stelle und bekommst eine Lohnerhöhung? Es gibt so viele Möglichkeiten! Du musst sie jedoch entdecken und dir hierfür etwas Zeit lassen.

Wirksame Lebensgestaltung

Um von A nach B zu kommen, musst du wissen, was B ist und wo B liegt. Selbst das beste Navi der Welt ist nutzlos, wenn du B nicht kennst. Und manchmal zeigt dir das Navi einen viel schlaueren Weg als den, den du bisher benutzt hast, ja dein Navi kann sogar Staus und Hindernisse umfahren. Mit einem sturen Plan schon beim Start würdest du schlechter fahren. Deine klaren Zielvorstellungen leiten dich in jeder Situation.

Also: Schreib auf, was du willst. Sei konkret, genau und detailliert. Sei kühn mit deinen Zielen, aber überfordere dich nicht. Und dann lass dir Zeit, denk nach, öffne die Augen, lass dich überraschen. Deine Intuition führt dich auf den richtigen Weg.

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